GEDENK- UND BEGEGNUNGSSTÄTTE

GEDENK- UND BEGEGNUNGSSTÄTTE IN POTSDAM 2008 | 1. PREIS

Im Zentrum des Wettbewerbserfolges aus dem Jahr 2006 steht das Gebäude des ehemaligen KGB-Gefängnis Potsdam – ein Ort unvorstellbarer Menschenrechtsverletzungen der sowjetischen Besatzungszeit.
Der Entwurf verlässt sich auf die Ausdrucksstärke des Bestandes, dessen Erscheinung, außen wie innen, ihn als ein einzigartiges Dokument der Zeitgeschichte unterstreicht. Diesem Dokument wird ein Raum gegeben, der ungefähr der einstigen Gefängniseinzäunung entspricht. In diesem Raum sind mit dem Bestandsgebäude alle weiteren Relikte aus der Zeit der Gefängnisnutzung durch Nachrichtendienst und Militär ausgestellt. Das Gelände der Gedenk- und Begegnungsstätte kann nur durch den Neubau betreten werden. Im Neubau sind Museumsräume, Archive, die Büro- und Bibliotheksräume sowie die Sanitäreinrichtungen untergebracht.
Der Neubau ist Teil der neuen Einfassung und bildet mit der Hecke den Rahmen für die vorgefundenen Spuren des Terrors. Zwischen dem zeitgeschichtlichen Dokument und der Neugestaltung mit Außenanlagen und Neubau soll durch Abstraktion eine zeitlose Verbindung entstehen, die der Konzentration auf den Ort dient.
Das Projekt wird vom Land Brandenburg, dem Bund und der Europäischen Union unterstützt. Bauherr ist der Evangelisch-Kirchliche Hilfsverein.